Funktionsprüfung von Spritzgusswerkzeugen


Spritzgusswerkzeuge sind eine tolle Sache, mit ihnen können binnen Minuten hunderte wenn nicht gar bis zu tausende einzelner Produkte erstellt werden. Über die Lebenszeit eines Werkzeugs entstehen dadurch Millionen von immer gleichen Elementen die immer denselben Anforderungen gerecht werden müssen. Damit das auch so klappt, muss das Werkzeug von höchster Qualität sein. Dies wird durch die Endkontrolle – der Fertigungsprüfung gesichert.


Qualität bis ins kleinste Detail
Die Herstellung von Spritzgusswerkzeugen ist eine Aufgabe für sich. Nicht nur, dass die Werkzeuge ein immenses Gewicht haben, noch dazu bestehen sie auch noch aus unzähligen verschiedenen Einzelteilen. Schon alleine die Konstruktion ist eine Herausforderung, die Herstellung kann im selben Satz als eine Meisterleistung betrachtet werden. Da scheint es nicht verwunderlich, dass sich bei manchen Werkzeugen am Ende doch der ein oder andere Fehler einschleicht. Doch auch dafür gibt es ein Mittel – Checklisten.


Checklisten helfen dabei, Fehler aufzudecken und zu beheben, noch bevor der Kunde sein Werkzeug das erste Mal sieht. Die Kontrollstelle in der Funktionsprüfung prüft die Werkzeuge anhand der Checklisten auf Herz und Nieren und versuchen so, alle Fehler zu beseitigen. Nur blöd, dass alle erhobenen Qualitätsdaten auf Papier erfasst und somit nicht digital auswertbar sind. Aber warum sollen Daten auch digital erhoben werden, auf Papier funktioniert es doch genauso gut?


Digitale Erfassung von Qualitätsdaten
Qualitätsdaten bezeichnen alle Daten, die für die Qualität des Endproduktes verantwortlich sind. Manche davon können automatisiert erfasst werden und stehen somit zumindest teilweise für Auswertungen zur Verfügung. Dies betrifft in den meisten Fällen hauptsächlich die direkten Daten und Parameter der Maschine, wie etwa Druckfestigkeit oder Durchlaufszeit.


Andere Daten, wie zum Beispiel die Zeit die zum Rüsten von Werkzeugen an der Maschine benötigt wird werden kaum bzw. meist gar nicht (digital) erfasst. Wäre doch gut, wenn auch diese Daten gesammelt und gespeichert werden könnten? Denn gemeinsam / in Kombination könnten die automatisch erfassten Maschinendaten und die Qualitätsdaten zur Verbesserungen der Maschine oder des Werkzeugs genutzt und die Werkzeuge somit optimiert werden. Der Nutzen wäre sowohl für den Kunden als auch für den Hersteller groß. Sensorik- & Umgebungsdaten, wie etwa Temperatur oder Luftfeuchtigkeit, können ebenfalls in den gemeinsamen Datenstamm integriert werden.


Durch die strukturierte Sammlung alle Daten entsteht ein äußerst umfassendes Bild über das Werkzeug und seinen gesamten Erstellungsprozess. Die gesammelten Daten unterstützen die Konstrukteure dabei, die Werkzeuge der Zukunft zu planen. Dafür wäre es lediglich notwendig, bereits am Beginn des Erstellungsprozesses mit der Erfassung dieser Daten in einem digitalen Format zu beginnen, da ansonsten später alleine bei der Übertragung der Informationen vom Papier ins EDV System bereits Teile dieser verloren gehen, etwa durch eine unsaubere Handschrift oder fehlende Inhalte. Und genau hier kommt die digitale Qualitätskontrolle zum Tragen.


Digitale Qualitätskontrolle mit Testify
Digitale Qualitätskontrolle beginnt mit der Digitalisierung der vorhandenen Checklisten. Und genau dafür wurde Testify entwickelt. Mit Testify können die Checklisten ganz einfach Schritt für Schritt am PC angelegt werden. Die Checklisten können später jederzeit variiert, als erweitert oder auch verkleinert, werden, je nachdem für welche spezielle Aufgabe die Checkliste vorgesehen ist. Der Checklist-Designer ist auch jederzeit mobil am Smartphone oder Tablet verfügbar. Dadurch entstehen Checklisten die genau zum Werkzeug passen. Diese können später dann an die jeweils für den Service zuständigen Personen weitergeleitet werden, die damit ein perfektes Arbeitshandbuch für die Wartung dieser hochkomplexen Maschinen an die Hand gegeben bekommen. Weniger Arbeit – mehr nutzen!


Das Beste ist: Es kann damit sofort mit der Arbeit gestartet werden, denn eine Einschulung ist dafür nicht notwendig – dafür sorgt der simple Aufbau der Anwendung.


Der größte Vorteil von digitalen Checklisten sind aber nicht diese als solche, sondern die Möglichkeiten der digitalen Mangelerfassung. Texte, Audiofiles, Fotos und sogar Videos können in die digitale Mangelerfassung integriert und direkt den jeweiligen Prüfpunkten in der Checkliste hinzugefügt werden. Die digital erfassten Mängel der einzelnen Werkzeuge helfen dabei zu verstehen, welche Verbesserungen bei Produkten oder Prozessen möglich wären.


Im Reportingtool von Testify werden die durchgeführten Prüfungen und die erfassten Mängel gesammelt und übersichtlich aufgelistet. Offene Mängel, die Anzahl der Prüfungen pro Zeitraum, die Mängel pro Werkzeug werden je nach Wunsch in Diagrammen oder Listen zusammengefasst und können somit einfach ausgewertet werden. Die Daten stehen dabei ab dem Zeitpunkt der Aufnahme in Echtzeit zur Verfügung. Auch Mängellisten können ganz einfach anhand von Filterfunktionen zusammengestellt werden.


Am Ende stehen alle gesammelten Daten genau wie im Reportingtool für die Erstellung von Prüfprotokolle zur Verfügung, wozu Testify standardmäßig einen Prüfprotokoll-Editor mitbringt.


Zusammenfassung
Spritzgusswerkzeuge sind wichtige Bestandteile ganzer Industriezweige und daher werden sie vor der Auslieferung genauestens geprüft. Eine digitale Qualitätskontrolle hilft hier auf mehrere Arten. Unterschiedliche Informationen und Daten können einfach und mobil im selben System erfasst und ausgewertet werden. Die Anreicherung durch zusätzliches Medien, wie Fotos oder Videos, vermeidet Missverständnisse bei der Mangelbehebung und bietet sogar die Möglichkeit die eigenen Produkte zu optimieren. Alle Daten stehen auch zum Export in weitere System zur Verfügung und können auf vielfältige Weise genutzt werden. Die digitale Arbeitsweise spart sogar noch Kosten und Arbeitszeit ein, da weder Papier noch Stift gebraucht wird und die einzelnen Checks schneller abgearbeitet werden können.